Aussicht auf Kaffee oder Kaffee mit Aussicht?

Posted by on Jun 14, 2013 in Kulinarisches, Sehenswert | No Comments
Aussicht auf Kaffee oder Kaffee mit Aussicht?

Brüssel Old England 2Wer seine Kaffee-Pause mit einem Blick über die Brüsseler Altstadt genießen will, dem sei das Bistro im Musikinstrumentenmuseum empfohlen. Das „Old England“-Gebäude an sich ist schon einen Besuch wert – ist es doch ein tolles Beispiel für die Jugendstilarchitektur in Belgiens Hauptstadt.

Die unmittelbare Nähe zum Mont des Arts ist sehr praktisch. Auch wer zu Fuß vom königlichen Palast und dem Park wieder runter in die Stadt geht, kann mit einem geschickten Schlenker hier vorbeikommen. Architekt Paul Santenoi erbaute das Gebäude im Jahre 1899 als Kaufhaus der Firma „Old England“. Mit verschlungenen gusseisernen Konstruktionen und viel viel Glas bildete das „Old England“ damals (wie auch heute noch) einen imposanten und zugleich filigranen Kontrast zum eher nüchternen klassizistischen Stil des königlichen Palastes. Die Firma „Old England“ verließ im Jahre 1972 das Gebäude. Nach der Schließung stand der Bau viele Jahre leer, und auch nachdem der belgische Staat 1978 die Immobilie erwarb, versank alles in einen echten Dornröschenschlaf. 1989 begannen endlich die Renovierungsarbeiten und während der Zeit als ich in Brüssel gelebt habe, war hier immer nur eine große große Baustelle. Im Jahr 2000 eröffnete man dann das staatliche Musikinstrumentenmuseum. www.mim.be Dieses Museum beherbergt zum Beispiel Flöten verschiedener Bauarten und Epochen, vielerlei Hammerklaviere und auch mechanische Musikinstrumente und ist unbedingt einen Besuch wert. Der Gast erfährt allerhand über kostbare Instrumente verschiedener Epochen und kommt dank moderner Museumspädagogik auch akustisch auf seine Kosten. Auf der Seite www.mim.be recht weit unten ist übrigens ein Kalenderbalken eingeblendet. Fährt man mit der Maus über die einzelnen Tage des Monats, erscheint ein kleines Fenster mit Angaben zu musikalischen Veranstaltungen und Darbietungen.

Brüssel Old England 1Wer für die Ausstellung diesmal keine Zeit hat – oder den Besuch für einen späteren Brüsselbesuch aufsparen möchte, kann natürlich trotzdem hier über Brüssels Dächern schlemmen. Ohne Eintritt! Ganz einfach geht es mit dem „Restaurant-Ticket“, das man kostenlos an der Museumskasse erhält. Dieses ermöglicht dann die direkte Fahrt im Aufzug nach ganz oben (oder über die Treppen) und gilt nicht für die Ausstellungsräume.

Die äußeren Plätze der Terrasse sind -wie Ihr euch denken könnt- recht begehrt und schnell belegt. Darum empfehle ich, hier den 10-Uhr Kaffee einzunehmen, während die musikinteressierten Besucher noch durch die unteren Stockwerke schlendern und man ganz wunderbar hier oben seine Ruhe hat. Die Öffnungszeiten und alles andere erfährt man direkt unter www.restomim.com

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